Anlass für die Gründung sind die seit Jahren überall in den Wäldern der
Region zu beobachtenden Tendenzen zur Intensivierung der
Nutzholzgewinnung - selbst in den höchstwertigen Waldschutzgebieten des
Natura-2000-Netzes nach EU-Recht.

"Uns erreichen immer mehr Meldungen aus der Bevölkerung über
Holzeinschläge in den Wäldern der Region, die ein Ausmaß angenommen
haben, das die Bürger einfach nicht mehr kommentarlos hinnehmen wollen",
sagten die Teilnehmer des Gründungstreffens. Und weiter: "Die Menschen
suchen nach Ansprechpartnern, um dieser Übernutzung unserer
öffentlichen Wälder entgegen zu wirken. Das wird unsere
Arbeitsgemeinschaft sein."

Die Rede ist von Holzeinschlägen höchster Intensität und Menge, dem
Zerfahren von Waldwegen und Rückegassen bei nasser Witterung, der
weitgehenden Entnahme von Altholz und selbst Totholz, dem Umsägen von
Habitatbäumen. Bei der zunehmenden Vollbaumnutzung werde die gesamte
oberirdische Biomasse der Bäume aus dem Wald entfernt. So würden auch
noch die Baumkronen und alle Äste, die früher im Wald verblieben, zu
Holzhackschnitzeln für private und industrielle Heizöfen verarbeitet.

Der Großteil der Beschwerden betrifft ausgerechnet die öffentlichen
Wälder, die sich im Eigentum des Landes - und damit seiner Bürger -
befinden. "So kann es nicht weitergehen. Wir müssen mit einer Stimme
sprechen und etwas dagegen tun!" war die einhellige Meinung der
Naturschützer aus der Region. Man werde diesem ungebremsten Treiben
nicht weiter zusehen. Einzelne Proteste gegen die Übernutzung der Wälder
habe es auch in den vergangenen Jahren hier und da immer wieder gegeben.
Nun aber sei die Zeit reif, um sich zusammen zu tun und  durch
gemeinsames Vorgehen mehr für den Schutz der Wälder zu erreichen.

"Es gibt einen festen rechtlichen Boden, auf dem wir uns bewegen mit
unseren Forderungen nach weniger Waldübernutzung. Wir müssen einfach nur
das existierende Recht einfordern." Laut einer Urteilsbegründung des
Bundesverfassungsgerichts dient der öffentliche Wald "der Umwelt- und
Erholungsfunktion [.], und nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung
forstwirtschaftlicher Erzeugnisse" (BVerfG 1990). Man sei davon
überzeugt, dass gerade der öffentliche Wald eine große Vorbildfunktion
für den Privatwald habe.

Herausgeber und für Rückfragen:

SprecherInnen der "AG Wälder der Region Braunschweig":

Karl-Friedrich Weber (BUND) Fon 05353 - 3409
Martina Meiritz (Greenpeace) Fon 0531- 48277404
Eckart Prause (NABU) Fon 05331 - 978800



Unser Büro...

...wird geführt von Katrin Dreyer

 

und ist regelmäßig besetzt:
Freitag 8.00 - 13.00 Uhr

Telefon: 05321-4696075
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Vorstandssitzung

Die nächste Vorstandssitzung findet am Donnerstag, den 3.August 2017 um 19 Uhr im Büro statt. BUND-Mitglieder sind herzlich eingeladen, Nichtmitglieder werden um eine Anmeldung gebeten. 

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