Goslar - Lutter. Bei der Auftaktveranstaltung zum Integrierten Hochwasserschutzkonzept Nördliches Harzvorland im Dorfgemeinschaftshaus Othfresen 2011 waren die Naturschutzverbände BUND und NABU aufgrund der dort gehaltenen Reden noch optimistisch, dass hier endlich einmal eine Grundsatzplanung angedacht war, die über die Grenzen der Gemeinden und Städte hinweg auf ein ganzheitliches Schutzkonzept im Einklang mit der Natur und für eine ganze Region abzielte. Dabei sollten die Projekte zum Hochwasserschutz der einzelnen Verwaltungsbehörden untereinander abgestimmt werden, um ein schlüssiges Konzept jeweils entlang eines gesamten Gewässers zu ergeben und vor allem die naturgegebenen Renaturierungsmöglichkeiten mit einschließen.

 

Die nunmehr vorliegenden Entwürfe sprechen jedoch eine ganz andere Sprache. In den meisten Fällen geht der Horizont der Planer offenbar nicht über technische Maßnahmen hinaus, die mit massiven Eingriffen in den Naturhaushalt verbunden sind, siehe GZ vom 22. und 4. Mai. So bestehen 14 der 19 Projekte ausschließlich aus dem Bau von Rückhaltebecken, d.h. kleinen Talsperren, zwei weitere aus dem Bau von Dämmen und lediglich drei der 19 Projekte aus der Nutzung potenzieller natürlicher oder naturnaher Strukturen. Das ist jedoch der falsche Weg im Hochwasserschutz, kuriert nur am Symptom, verbaut Fließgewässer und verbraucht zusätzliche landwirtschaftliche Flächen, so die beiden Vorsitzenden der Goslarer Kreisgruppen des BUND (Knut Haverkamp) und NABU (Mathias Kumitz) unisono.

 

Der richtige Weg im Hochwasserschutz ist die Nutzung der Naturpotentiale, die Schaffung von natürlichen Retentionsflächen, d.h. Flächen zum Anschluss ehemaliger Altarme, die Reaktivierung alter Mühlengräben und vergleichbare Maßnahmen. Hierauf muss das Hauptaugenmerk der Planer liegen – zudem sind solche Maßnahmen in der Regel mit deutlich geringerem finanziellen Aufwand verbunden und gleichzeitig eine Bereicherung der Natur. Die Naturschutzverbände fordern die Verantwortlichen auf, das Projekt in diese ökologisch sinnvollere Richtung weiterzuentwickeln.

 

Für Rückfragen zu dieser PI stehen Ihnen Knut Haverkamp unter 0171/11 31 841 zur Verfügung.



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