Presse-Information

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Goslarer Umweltverbände warnen vor neuem Steinbruch zwischen Seesen und Hahausen

 
Foto: Joachim Stuffel, BUND

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Seesen. Ein riesiger neuer Grauwackesteinbruch könnte in einem der ruhigsten und schönsten Harzer Wandergebiete eingerichtet werden, wenn es nach den Wünschen der Rohstoffindustrie und den Plänen zur neuen Landesraumordnung gehen würde. Am Krautlieth, gelegen im Bereich Seesen - Hahausen, soll, wenn es nach dem Entwurf des neuen Planwerks geht, das derzeit den Trägern öffentlicher Belange vorliegt, ein neues Vorranggebiet für Bodenabbau entstehen - auf Deutsch gesagt die planerische Genehmigungsgrundlage für einen riesigen neuen Steinbruch. Viele Kilometer Wanderwege und schutzwürdige Waldgebiete würden vernichtet, eine klaffende Wunde mitten im Naturpark würde entstehen. Übrigens in unmittelbarer Nähe des erst jüngst eingerichteten Harzer Försterstieges! Dagegen protestieren die im Landkreis Goslar aktiven Umweltverbände BUND und NABU und rufen die betroffenen Kommunen und den Landkreis Goslar zum Widerstand auf. Noch ist Zeit, die Frist für Stellungnahmen läuft erst Ende des Monats ab.

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Hintergrund

Änderung und  Ergänzung des Landesraumordnungsprogramms LROP Ziele und Grundsätze des  Landesraumordnungsprogramms (LROP) sollen geändert und ergänzt  werden. Der LROP-Entwurf   mit Begründung ist zu finden unter http://www.lrop-online.de und kann von dort auf  einer CD gespeichert und auch ausgedruckt werden.

Neben u.a. Hochwasser-  und Küstenschutz, Infrastruktur, Kabelanbindung von  Offshore-Windparks, Natura 2000 und Repowering von Windenergieanlagen gibt es auch zahlreiche Änderungen und Ergänzungen bei  den Vorranggebieten für Bodenabbau. 31 Gebiete sollen neu festgelegt, 20 Gebiete vergrößert werden. Dem stehen 15 Gebietsverkleinerungen und 11 Gebietsstreichungen gegenüber. Außerdem gibt es Änderungen bzw. Erweiterungen bei den "kleinflächigen Lagerstätten mit überregionaler Bedeutung". Zum Vergleich ist hier in die Aufstellung aus dem LROP 2008  angefügt. Bei mehreren Gebieten gibt es Überlagerungen mit Naturschutzbelangen (NSG, FFH-Gebiet). Diese Konfliktbereiche ergeben sich aus  der Begründung und aus dem Umweltbericht zum LROP-Entwurf. Ein Blick in zur Zeit geltendes RROP kann auch weiterführen. Zum Vergleich der  Änderungen bei den kleinflächigen Natura 2000-Gebieten ist hier die Aufstellung aus dem LROP 2008 hinzugefügt. Zum weiteren Vergleich: Das geltende LROP 2008 ist auf der Internetseite http://www.ml.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=1378&article_id=5062&_psmand=7 zu finden.

 

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Vorstandssitzung

Die nächste Vorstandssitzung findet am Donnerstag, den 7. Dezember 2017 um 19 Uhr im Rigoletto statt. BUND-Mitglieder sind herzlich eingeladen, Nichtmitglieder werden um eine Anmeldung gebeten. 

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