Resolution der anerkannten Naturschutzverbände des Landkreises Harz 2012

Die anerkannten Naturschutzverbände NABU, BUND und BNU und die GFN appellieren an den Landkreis Harz, das Landesverwaltungsamt und alle anderen verantwortlichen Behörden und Politiker, sich mehr als bisher für den Erhalt der einzigartigen Naturraumausstattung im Landkreis Harz einzusetzen.

Dabei sehen die Verbände für das Jahr 2012 folgende Schwerpunkte:

1. Das Bodetal und die umgebenden Waldgebiete werden durch immer neue Massenveranstaltungen und Baumaßnahmen gefährdet. Das NSG-Erweiterungsverfahren des Landesverwaltungsamtes ist demgegenüber immer noch nicht abgeschlossen.

2. Das Selketal ist nach wie vor durch einen Erdschüttdamm und einen Wasseraufstau in Hochwasserzeiten bedroht. Dabei werden Alternativen nicht berücksichtigt.

3. Im Nationalpark Harz fordern die Verbände einen umweltfreundlichen Bahnbetrieb der Harzer Schmalspurbahnen, der Waldbrände in Trockenzeiten sicher ausschließen kann.

4. Große Teile des Landkreises wurden in den 1990er Jahren als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Es ist unverständlich, warum sich von Jahr zu Jahr die Ausgliederungen aus dem Schutzgebiet häufen, ohne dass dafür ein Ausgleich geschaffen wird.

5. Die Naturschutzverbände sehen mit Sorge, dass seit Jahren immer öfter Feldwege ganz oder teilweise umgepflügt werden. Feldraine verschwinden und mit ihnen auch ihre Schutzfunktion gegen Bodenerosion und ihre Rolle als Lebensraum. Die Verbände fordern, dem Einhalt zu gebieten.

6. Mit Sorge wird registriert, dass alte Baumalleen Straßenbaumaßnahmen zum Opfer fallen. Die Naturschutzverbände fordern, dass hier mit mehr Augenmaß und Berücksichtigung des Baumschutzes gearbeitet wird und nicht vorschnell vollendete Tatsachen geschaffen werden.

7. Die Verbände lehnen Massenveranstaltungen in Naturschutzgebieten und im Nationalpark Harz ab.

8. Die geplante Wippertalsperre ist nicht FFH-verträglich und völlig inakzeptabel.

9. Das geplante Skigebiet am Wurmberg bei Braunlage in Niedersachsen ist ein massiver Eingriff in Natur, Landschaft und Wasserhaushalt mitten im Naturraum Harz. Es wäre der bundesweit größte Eingriff in das Grüne Band. Die Verbände fordern einen Stop des Verfahrens und eine Beteiligung der betroffenen Naturschutzbehörden und Verbände des Landes Sachsen-Anhalt.

Wernigerode, 18.2.2012

NABU, Dr. Gunter Karste

BUND, Ulrich Kasten

BNU, Dr. Uwe Wegener

GFN, Dr. Friedhart Knolle

 




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