Zum Bebauungsplan Wurmberg – die Zerstörung des Berges

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20th International Symposium of Society and Resource Management (ISSRM), Leibniz University, Hannover, Germany, June 9-13, 2014

Planungen am Wurmberg

Massive Zerstörungen am Wurmberg auf Kosten von Natur und Steuerzahlern

Die Arbeitsgemeinschaft der Umweltverbände des Landkreises Goslar kristisiert die maßlosen und völlig überzogenen Wintersportplanungen auf dem Wurmberg bei Braunlage.

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Stand der Rodungen 2012

 

Photo: BUND Goslar, August 2012

Eilmeldung - Pressemitteilung zu verfrühten Waldrodungen am Wurmberg vom 21.8.12

Pressemitteilung

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Naturschutzverbände protestieren gegen verfrühte Waldrodungen am
Wurmberg hinter dem Rücken der Öffentlichkeit
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Braunlage. Die Naturschutzverbände BUND, NABU, LBU und NaturFreunde des
Landkreises Goslar protestieren gegen die am Montag begonnenen
Waldrodungen des Niedersächsischen Forstamts Bad Lauterberg am
Wurmberger Kaffeehorst, siehe Fotos des BUND. Hier sollen offenbar
hinter dem Rücken der Öffentlichkeit Fakten geschaffen werden, noch
bevor die rechtlichen Verfahren abgeschlossen sind, so die Verbände.
Sogar die Zufahrtsstraße wurde gesperrt.

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Pressemitteilung

BUND: Skiprojekt Schierke weder zeitgemäß noch genehmigungsfähig

Drittes Gutachten weicht von verbindlichen Methoden ab

Wernigerode / Magdeburg: Die Auseinandersetzung um das in Schierke im Harz geplante Wintersportprojekt mit Skipiste, Schneekanonen und Seilbahn geht weiter. Das „Dritte Gutachten“ wurde nicht nach den für alle geltenden verbindlichen Methoden erstellt. Bei dem Bau würde wertvoller Moorwald zerstört werden. Beides ist für den BUND nicht hinnehmbar. Der Verband erwägt gegebenenfalls rechtliche Schritte.

Vor diesem Hintergrund hat sich Prof. Hubert Weiger, Bundesvorsitzender des BUND, und der Landesvorsitzende Ralf Meyer über den aktuellen Stand vor Ort informiert. In einem Pressegespräch am 29.9.2017 erläuterten sie in Wernigerode, warum dieses Projekt auch vor dem Hintergrund des dritten Gutachtens weder zeitgemäß noch zukunftsfähig und aus naturschutzfachlicher Sicht nicht genehmigungsfähig sei.

„Angesichts steigender Temperaturen werden Skigebiete in einer Art Torschlusspanik und nach dem Prinzip Hoffnung aufgerüstet“, kritisierte Prof. Dr. Hubert Weiger, die aktuellen Planungen für das Skiprojekt Schierke. „Moor- und Klimaschutz bleiben dabei auf der Strecke.“ Aus gutem Grund habe sich die Kenia-Koalition im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, dem Moor- und Klimaschutz in unserem Land besondere Beachtung zu schenken. Gerade intakte Moore seien wichtige Kohlenstoffspeicher und tragen zum Klimaschutz bei. Der werde aber mit der Zerstörung des Moorwaldes weiter vorangetrieben, was vor dem Hintergrund, Wintersport touristisch zu vermarkten, besonders absurd anmute.

„Der Umfang der geplanten Eingriffe des Schierke-Projekts in den Natur- und Wasserhaushalt sprengt aus Sicht des BUND Sachsen-Anhalt alle Dimensionen eines vernünftigen, zukunftsorientierten Harztourismus“, ergänzt Landesvorsitzender Ralf Meyer. Daran habe auch das sogenannte „Dritte Gutachten“ nichts geändert. „Der Eindruck drängt sich auf, dass das vom Verkehrsministerium in Auftrag gegebene Gutachten, einen politischen Hintergrund hat. Die ansonsten verbindliche Kartiermethodik wurde geändert, so konnte der Anteil streng geschützter Lebensräume erheblich kleingerechnet werden.“ Das Vorhaben „Skigebiet Schierke“ werde damit in unzulässiger Weise privilegiert.

Ein Abweichen von der für alle verbindlichen Kartieranleitung der zuständigen Landesfachbehörde (LAU) sei für den BUND nicht akzeptabel. Trotz der Kleinrechnerei wurden die Kartierungen des LAU bestätigt, die im Gebiet streng geschützten Moorwald dokumentierten, dessen Beeinträchtigung oder gar Vernichtung verboten sei. Das Land Sachsen-Anhalt sei gesetzlich verpflichtet, diese seltenen und streng geschützten Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln. Durch den Tausch würden diese wertvollen Flächen zerstört werden, das konterkariere die vorgeschriebenen Naturschutzziele. Aus Sicht des BUND sei deshalb das Bauprojekt nicht umsetzbar.

„Der BUND Sachsen-Anhalt hat die volle Rückendeckung des BUND-Bundesverbandes. Wir werden diese Lebensräume schützen und verteidigen, wenn nötig auch mit juristischen Mitteln“, sagt Weiger, der aber betont: „Dem BUND geht es nicht um die Verhinderung von Investitionen. Nur diese müssen in den Naturtourismus fließen, darin liegt die Zukunft.“ An Gesprächen und Runden Tischen über solche zukunftsfähigen Alternativen werde man sich aktiv beteiligen, so Weiger und Meyer abschließend.


Rückfragen:

Rückfragen: Ralf Meyer, Landesvorsitzender des BUND Sachsen-Anhalt e.V.
mobil: 0163-290 1803
ralf.meyer@bund-halle.de
www.bund-sachsen-anhalt.de
www.BUND.net





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