Willkommen auf der Seite des BUND-Regionalverbands Westharz

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BUND-Regionalverband Westharz

Willkommen auf der Seite des BUND-Regionalverbands Westharz

Wir engagieren uns für Natur- und Umweltschutz sowie nachhaltige Entwicklung im Landkreis Goslar und im Altkreis Osterode am Harz. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen.

Neuigkeiten & Pressemitteilungen

Hier finden Sie Meldungen und interessante Neuigkeiten vom BUND-Regionalverband Westharz.
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BUND nimmt Akteneinsicht im Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig vor – zeitweise massiv erhöhte Dioxinwerte im Jahr 2017 festgestellt

Nachdem der Leiter des Gewerbeaufsichtsamts Braunschweig, Andreas Aplowski, in der letzten Bürgerversammlung 2017 im Freizeitzentrum Bad Harzburg angeboten hatte, dass gern auch Akteneinsicht nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) genommen werden könne, folgte der BUND diesem Hinweis.

In den letzten Wochen des vergangenen Jahres wurden durch Mitglieder des BUND-Regionalverbands Westharz an zwei Wochentagen die von der Behörde vorgelegten Unterlagen gesichtet. Als fachlichen Begleiter konnte der BUND Prof. Dr.-Ing. Carsten Cuhls von der Hochschule Magdeburg-Stendal gewinnen. Ein Schwerpunkt dieser ersten Akteneinsicht lag auf den Genehmigungsunterlagen der Harz-Metall GmbH. Weitere Firmen sollen folgen.

Ein Ergebnis der Einsicht waren Details zu den oft genannten „diffusen Quellen“. Eine dieser Quellen ist der offene Dachreiter am Drehrohrofen. Es handelt sich um eine ca. 30 qm große überdachte Dachöffnung in der Produktionshalle. Dort befinden sich der Drehrohrofen und offene Fließbänder, mit denen die Einsatzstoffe für den Drehrohrofen, u.a. Koks (Petrolkoks und Anthrazit), Stahlwerksstaub, Kalk, Gips und Schlämme (Schlämme aus Beizbädern, Formsande aus Gießereien, Galvanikschlämme) befördert werden. Der Dachreiter soll jetzt mit einem Vlies bedeckt sein. Durch dieses Fenster kommt Frischluft für die Arbeiter in die Halle, die dort Atemschutzmasken tragen müssen. Gleichzeitig gehen dort rund 105.000 Nm³ pro Stunde Hallenluft mit Anteilen an Cadmium, Blei und Dioxinen/Furanen ungefiltert in die Außenluft. Für diese „diffusen“ Emissionen sind keine Grenzwerte festgelegt. Gemäß Auskunft des GAA entsprechen diese passive Belüftung der Produktionshalle und die offenen Fließbänder nicht dem Stand der Technik.

Das wohl wichtigste Ergebnis der Einsicht waren die Daten zur Messung der Emissionsquelle „Schornstein am Drehrohrofen“. Der dort enthaltene Dioxinfilter wurde im Jahr 2000/2001 eingebaut, nachdem der BUND ebenfalls durch eine Akteneinsicht skandalös hohe Dioxinwerte in Emissionen dieses und anderer Betriebe festgestellt hatte. Der eigentliche Dioxinfilter besteht aus einem Adsorbens aus u.a. Aktivkohle und Tonerde, das in einem Kreislauf geführt wird. Dieses Adsorbens nimmt die freigesetzten Dioxin- und Quecksilbermoleküle auf und muss ständig ausgetauscht werden (ca. 60 - 100 kg/h). Die Abgase des Schornsteins werden gemäß gesetzlicher Vorgaben jährlich nur einmal analysiert. Im August 2017 – genau in der Zeit, als sich die Bürgerbeschwerden massiv häuften – gab es sehr starke Grenzwertüberschreitungen bei Dioxinen und Furanen!

Durch den Einsatz von schwefelhaltigem Petrolkoks wurden max. 1,8 Nanogramm Dioxine und Furane TE pro m³ Luftemission freigesetzt und das bei einem Grenzwert von 0,1 Nanogramm TE pro m³! Das ist für Ultragifte wie Dioxine und Furane eine extreme Erhöhung – immerhin 1800 %. Der BUND erfuhr, dass sich durch den Einsatz des schwefelhaltigen Petrolkokses der Filter verklebte und unbrauchbar wurde.

Der weitere Einsatz des noch übrig gebliebenen „schlechten“ Petrolkokses verlief ebenfalls diffus. HMG informierte in der Veranstaltung im Oktober 2017 zwar über Probleme mit schwefelhaltigem Koks, beteuerte aber auf damalige Nachfrage, dessen Einsatz sei gestoppt. In den beim GAA eingesehenen Unterlagen befand sich aber Schriftverkehr, der die Vermutung zulässt, dass dieser Petrolkoks bis September 2018 in Anteilen weiter unter die Vorstoffe gemischt wurde. Von Seiten HMG wurde im Rahmen der Akteneinsicht mitgeteilt, dass dieser nun „verbraucht“ worden sei. Insgesamt habe es sich um 5.000 t „schlechten“ Petrolkokses gehandelt. Von allen diesen Hintergründen erfuhr die Öffentlichkeit nichts, obwohl viele Bürgerinnen und Bürger diese Gifte damals einatmen mussten.

Die Firma will, um der Probleme besser Herr zu werden, in der nächsten Zeit eine zweite Nachverbrennungsstufe, eine sog. RTO, einbauen. Wenn die erwartete Verschärfung der TA Luft rechtskräftig ist, wird sie dazu, unter Gewährung von Übergangsfristen, allerdings auch verpflichtet sein.

Nachdenklich stimmt außerdem die Genehmigungslage. Offensichtlich wurden der HMG mind. seit 1941 (!) stets nur Änderungsgenehmigungen erteilt. Es hätte u.E. schon längst eine komplette, aktuelle Neugenehmigung erteilt werden müssen, aus der alle eingesetzten, behandelten, erzeugten und gelagerten Stoffe/Abfälle eindeutig hervorgehen.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse wird sich der BUND weiterhin konstruktiv für die Verbesserung der Umweltsituation in Bad Harzburg und Goslar einsetzen und begrüßt auch die Kreistagsbeschluss für ein Gesundheitsmonitoring der belasteten Region. Dieser wird jetzt umso wichtiger, zumal wir nun wissen, dass die Dioxingrenzwerte nicht immer eingehalten wurden und diese Fakten der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt wurden! Einmal mehr musste der BUND erst den Weg der Akteneinsicht gehen, um an diese Fakten zu gelangen.

Abschließend stellt der BUND fest, dass der Immissionsbericht Oker-Harlingerode für 2017 (!) immer noch nicht veröffentlicht ist! Trotz der uns bekannten Personalnot in der Umweltverwaltung – muss so ein Umgang mit der Öffentlichkeit sein? 


BUNDinfo Westharz Gesunde Luft 2/2018

Wir haben einen Flyer mit aktuellen Informationen für Sie erstellt, der auch in 2019 die derzeitige Situation beschreibt: 

Download BUNDinfo Westharz Gesunde Luft 2/2018


BUND protestiert gegen neuen Gipsabbau bei Walkenried und den fortgesetzten Raubbau an der Südharzlandschaft

Walkenried. Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH, Walkenried, hat beim Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig die Ausweitung ihres Gipsabbaus im Bereich Juliushütte beantragt. Der Steinbruch soll sogar in das dortige besonders schutzwürdige FFH-Gebiet Nr. 136 (Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa) hineingeführt werden und berührt das Grüne Band an der Grenze zum Nachbarland Thüringen.

Dagegen protestieren die Naturschutzverbände.


Hier können Sie lesen, was dazu der BUND-Regionalverband Westharz erklärt.

Hier finden Sie Hintergründe zum Thema.

Hier finden Sie unsere offizielle Stellungnahme im Verfahren. 

Hier finden Sie den Offenen Brief unserer Ortsgruppe Osterode.

Mit freundlichem Glück Auf
BUND-Regionalverband Westharz


Archiv

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Aktivgruppe

Schlechte Luft in Bad Harzburg und Goslar-Oker!

Böden, Gewässer und auch die Luft in großen Teilen von Bad Harzburg und Goslar sind z.T. stark mit Schwermetallen u.a. Giften belastet.  

Luftverschmutzung in Bad Harzburg und Goslar-Oker!  

Die Aktivgruppe "Gesunde Luft" des BUND-Regionalverbands Westharz setzt sich ein!

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