Willkommen auf der Seite des BUND-Regionalverbands Westharz

Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

BUND-Regionalverband Westharz

Willkommen auf der Seite des BUND-Regionalverbands Westharz

Wir engagieren uns für Natur- und Umweltschutz sowie nachhaltige Entwicklung im Landkreis Goslar und im Altkreis Osterode am Harz. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen.

Neuigkeiten, Pressemitteilungen & Termine

Hier finden Sie Meldungen und interessante Neuigkeiten vom BUND-Regionalverband Westharz.
Aktuelle und weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserer Facebook Seite BUND.Westharz.


 

BUND-Infostand in der Goslarer Innenstadt vom 4.11.2019 bis 9.11.2019

Vom 4. November 2019 bis einschließlich Samstag, den 9. November 2019 wird ein Team des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) in der Rosentorstraße in Goslar sein, um über den BUND und seine Projekte zu informieren.
Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung unserer gemeinnützigen Arbeit.


 

Diabassteinbruch Huneberg bei Bad Harzburg – 50 ha weitere Naturzerstörung in Planung – BUND und NABU protestieren

Goslar – Bad Harzburg. Die Harzer Pflastersteinbrüche Telge & Eppers (Niederlassung der KEMNA BAU Andreae GmbH & Co KG) planen, den Steinbruchbetrieb am Huneberg um ein neues Abbaufeld mit 50 ha Größe zu erweitern. Das Abbaugebiet liegt aktuell in den Wasserschutzgebieten Bad Harzburg und Granetalsperre (Radau-Überleitung) und ist im Regionalen Raumordnungsprogramm als Vorranggebiet für Trinkwassergewinnung ausgewiesen.

Dieses Thema steht auf der Tagesordnung des Umweltausschusses des Landkreises Goslar am morgigen 29.8.2019.

Schon heute ist dieser Steinbruch einer der flächenmäßig größten Natureingriffe im gesamten Westharz. Nunmehr soll der Bruch um weitere 50 ha vergrößert werden – und das in schutzwürdige Lebensräume und sogar in ein Wasserschutzgebiet hinein. Und der Landkreis Goslar will am morgigen Tage sogar schon in vorlaufendem Gehorsam seine Zustimmung erklären, vgl. anl. Vorlagen und die Karte.

Der Vorgang Steinbrucherweiterung "Huneberg Ost“ liegen den Harzer Umweltverbänden seit vielen Jahren am Herzen und wir haben uns hier schon lange engagiert, auch in den jeweiligen Behördenverfahren.

Die Erweiterung des Steinbruchs ist bereits seit mehreren Jahren von langer Hand vorbereitet. Gutachten weisen – wie fast immer – nach, dass die früher getroffene Abgrenzung von Wasserschutzgebieten falsch und zu großzügig war. Warum kommt eigentlich kaum mal ein Gutachter zu der Auffassung, dass die Abgrenzung "genau richtig" oder "zu klein" war? Und dass in Zeiten des Klimawandels eine Stadt wie Bad Harzburg auf solche Wasservorkommen, die jetzt geopfert werden sollten, angewiesen sein könnte? Denn eine derzeit nicht in Betrieb befindliche Trinkwasserentnahmestelle im Riefenbachtal wird seitens den beteiligten Verwaltungen plötzlich als "bedeutungslos" und "nicht erforderlich" erklärt – weil sie dem Steinbruch im Wege steht!

Als nächstes wird die relevante Wasserschutzgebiets-Verordnung geändert und dann im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung der Nachweis geführt, dass die Erweiterung umweltverträglich ist.

Die Steinbrucherweiterung verspricht mittelfristig die Sicherung einer überschaubaren Zahl von Arbeitsplätzen sowie die Bereitstellung von Baumaterialien für die Fortsetzung von Landschaftszerstörungen und Bodenversiegelung durch Straßenbau und sonstige Bauvorhaben. Beim Abbau wird weiterhin Asbest freigesetzt. Die Staub- und Lärmbelastung auf der B 4 auch in der Kurstadt Bad Harzburg bleibt zumindest noch jahrzehntelang bestehen. Der weitere Abbau behindert gleichzeitig das Recycling, das weltweit stark forciert wird, denn nun sind ja weitere Gesteinsmengen günstig zu kaufen.

Derzeit kann die Stadt Bad Harzburg in den meisten Jahren ihren Trinkwasserbedarf noch unabhängig und in kommunaler Selbstverwaltung aus eigenen Quellen sichern. In sehr regenarmen Jahren wie zuletzt 2018 müssen aber auch die Harzburger Stadtwerke bereits Wasser von den Harzwasserwerken zukaufen, um die eigenen Brunnen zu schützen. Im Hinblick auf den Klimawandel ist zu erwarten, dass der Bedarf an Trinkwasser auch in Bad Harzburg ansteigt und bei versiegenden Quellen immer schwerer zu decken sein wird. Trotzdem soll nun die Steinbrucherweiterung oberhalb des Riefenbachtals, das Hauptversorgungsgebiet der Stadt, vorangetrieben werden und eine bereits vorhandene Entnahmestelle geopfert anstatt als Reserve ausgebaut werden?
 

BUND Westharz, Dr. Friedhart Knolle
NABU-Kreisgruppe Goslar, Wolfgang Moldehn
 


 

7 Jahre keine Cadmium-Messungen bei der Fa. Harz Metall GmbH

Letzte Antworten erst im August 2019 – BUND-Regionalverband Westharz bzgl. Cadmium-Messungen bei der Fa. Harz Metall GmbH – neues Vertrauen angeknackst

Die Auswertung der Akteneinsicht des BUND-Regionalverbands Westharz Ende 2018 in den Räumlichkeiten des GAA Braunschweig in die Umweltdaten der Firma Harz Metall GmbH, bei der die in 2017 deutlich überhöhten Dioxinemissionen öffentlich bekannt wurden, liegt jetzt vor. Bei der Akteneinsicht wurden von den Unterlagen diverse Fotos gefertigt.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung mit Umweltminister Olaf Lies im Juni 2019 wurden vom Nds. Umweltministerium bis zu 15-fach über dem Grenzwert liegende Kohlenstoffemissionen der Firma HMG bekannt gegeben (7.11.2018: 770 mg/m³ - Grenzwert 50 mg/m³). Dies veranlasste den BUND-Regionalverband, ergänzend Einsicht in die vorhandenen Umweltdaten zu nehmen.

Aus der Änderungsgenehmigung des GAA von 2005 der Fa. Harz Metall geht hervor, dass für den Schornstein alle drei Jahre eine Messung auf Blei und Cadmium erfolgen muss. Wortlaut aus Punkt 3.8 der Änderungsgenehmigung: „Die Bestimmung der Staubinhaltsstoffe Blei (Pb) und Cadmium (Cd) hat in jedem Fall zu erfolgen.

Die Messprotokolle der Emissionsmessungen aus 2014 und 2017 liegen dem BUND vor, jedoch konnte keine Cadmium-Messung aufgefunden werden.

Eine am 30.6.2019 erfolgte gezielte Nachfrage beim GAA Braunschweig wurde erst am 7.8.2019 konkret beantwortet: Messungen seien in 2014 und 2017 nicht erfolgt und man habe diese am 17.7.2019 (erst nach der BUND-Anfrage!) nachgeholt. Das Ergebnis für die Cadmiumemissionen sei „unauffällig“. Ferner habe man die Cadmium-Gehalte in den Schornstein-Emissionen rückwirkend rechnerisch für die Messmonate (April 2014 und August 2017) ermittelt. Diese (Rechen-)Ergebnisse seien ebenfalls „unauffällig“. Dennoch werde derzeit geprüft, ob wegen des Versäumnisses, Cadmium alle drei Jahre zu messen, gegen HMG ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werde.

Die Stellungnahme der Gewerbeaufsicht beruhigt uns in keinster Weise, wenn man bedenkt, dass der Immissionswert für Cadmium, der u.a. monatlich in den Bergerhoff-Gefäßen gemessen wird, an einigen Messpunkten den von der TA-Luft vorgegebenen Wert von 2 Mikrogramm pro Kubikmeter immer noch überschreitet - siehe nachfolgendes Diagramm. Nach den Ursachen dieser hohen Werte suchen wir seit langem und haben das auch oft öffentlich thematisiert – auch in den Bürgerversammlungen. Und jetzt erfahren wir, dass lange Zeit gar nicht gemessen wurde!

Außerdem ist es fraglich, wie man denn die Cadmium-Emissionen aus den vergangenen Jahren berechnen will, wenn in der Vergangenheit minderwertiger Petrolkoks eingesetzt wurde, die Ofentemperaturen und damit die Verbrennungsprozesse variierten und sogar der Filter verklebte?

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es dem GAA für fünf Jahre nicht auffiel, dass die in der eigenen Genehmigung explizit geforderten Cadmium-Messungen durch HMG nicht erfolgten, obwohl die Immissionswerte, die zur Beurteilung der Gefährdung der Bevölkerung herangezogen werden, teilweise zu hoch waren. Darüber hinaus wurden bisher lediglich die Cadmium-Emissionen aus 2017 veröffentlicht, die Werte aus 2018 jedoch noch nicht.

Dies ist ein weiteres Beispiel für krasses Behördenversagen. Und der Umweltminister warb am 6.6.2019 noch dafür, den Behörden zu vertrauen. Er sagte sinngemäß: „Sie machen einen guten Job“ und man solle gemeinsam nach vorn schauen.  Das wollen wir auch – nun ist dieser gute Wille allerdings durch ein weiteres massives Überwachungsversagen arg erschüttert!
 


 

BUNDinfo Westharz Gesunde Luft 2/2018

Wir haben einen Flyer mit aktuellen Informationen für Sie erstellt, der auch in 2019 die derzeitige Situation beschreibt: 

Download BUNDinfo Westharz Gesunde Luft 2/2018


Einzigartige Landschaft und Arbeitsplätze im Südharz erhalten - Naturschutzverbände rufen Ministerpräsidenten im Dreiländereck zum Handeln auf

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

12. Februar 2019
 

BUND Landesverband Niedersachsen e.V.

BUND Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

BUND Landesverband Thüringen e.V.

NABU Landesverband Niedersachsen e.V.

NABU Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

NABU Landesverband Thüringen e.V.

NaturFreunde Niedersachsen e.V.

Niedersächsischer Heimatbund e.V.


Hannover – Erfurt – Magdeburg. In einem Offenen Brief haben acht Landesnaturschutzverbände von BUND, NABU, NaturFreunde und der Niedersächsische Heimatbund die Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt aufgefordert, die europaweit einmalige Gipskarstlandschaft im Südharz für nachfolgende Generationen zu erhalten. Der Schutz der natürlichen Lebensräume und Kulturlandschaften müsse dabei Hand in Hand mit der Sicherung nachhaltiger Arbeitsplätze in der Südharzregion gehen.

„Die Gipskarstlandschaft im Südharz ist ein Hotspot der Artenvielfalt, einmalig in ganz Europa“, betonen die Naturschutzverbände. „Durch den Gipsabbau wird das Gestein entfernt, dem die Landschaft ihren ungewöhnlichen und reichen Formenschatz verdankt. Die natürliche Artenzusammensetzung und das Landschaftsbild werden nachhaltig verändert. Übrig bleiben mit Gipsabraum aufgefüllte und gefällig modellierte Steinbrüche mit Allerweltsvegetation.“ Die Verbände fordern daher seit Langem eine Umstellung der Anhydrit- und Gips-Baustoffbranche auf Recycling- und Sekundärgipse sowie nachwachsende Rohstoffe. Die sich bietenden Möglichkeiten werden im Südharz noch nicht konsequent genug umgesetzt, weil der Abbau der Gipsvorkommen günstiger und einfacher ist.

„Es ist statistisch belegt, dass im Südharz viele Arbeitsplätze im Tourismussektor und nachfolgendem Gewerbe gebunden sind“, so die Verbände. „Mit der Fortführung des Naturgipsabbaus wird die Landschaft endgültig und unwiederbringlich ihres Potenzials einer nachhaltigen Tourismusentwicklung beraubt.“ Derzeit etabliert sich die Südharzregion länderübergreifend mit hoffnungsvollen Ansätzen im Bereich der touristischen Vermarktung. Mit der Schaffung von regionalen Wirtschaftskreisläufen mittels Vermarktung heimischer Produkte und des in Sachsen-Anhalt etablierten Biosphärenreservats „Karstlandschaft Südharz“ hat die Region einen Platz im Ranking der Nationalen Naturlandschaften gefunden, den es auszubauen gilt.

Einen nachhaltigen Abbau gibt es nicht. Zwar entwickeln sich Abbauflächen kurzfristig zu teilweise hochwertigen Offenlandbiotopen und weisen vorübergehend Arten auf, die es vorher dort nicht gab. Die dann vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sind jedoch nicht mehr typisch für die naturnahen Lebensräume auf Gips- bzw. Karstgestein wie artenreiche Magerrasen, orchideenreiche Kalkbuchenwälder, natürliche Erdfälle und die ganze Fülle der Gipskarstformen, die es zu schützen gilt. Die Naturschutzverbände appellieren daher an die Ministerpräsidenten der drei Länder, jetzt die politischen Weichen für einen länderübergreifenden, flächendeckenden Schutz zu stellen und einen offenen Diskurs über die Zukunft der Südharz-Region zu führen.

HINTERGRUND

Die Betriebsräte der in der Region Südharz tätigen gipsverarbeitenden Unternehmen Knauf (Rottleberode), Casea (Ellrich) und Saint Gobain Formula (Walkenried) hatten sich zum Jahreswechsel in einem Brief an die Ministerpräsidenten gewandt und gegen die angebliche Gefährdung ihrer Arbeitsplätze durch die staatliche Verhinderung von notwendigen Abbauflächen protestiert. Im niedersächsischen Karst sind bereits über 50 % Prozent der Flächen mit oberflächennah vorkommendem Gips abgebaut, in Thüringen aufgrund der größeren Vorkommen etwas weniger.

Mit dem „Hotspot der Biodiversität“ im Südharz und Kyffhäuser sind vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausdrücklich „natürliche Biotope“ mit den „typischen Arten“ genannt, die sich über 10.000 Jahre seit der letzten Eiszeit hier entwickelt haben. Diese Natur kann durch noch so intensive Renaturierung nicht wieder hergestellt werden. Die Einmaligkeit der Karstlandschaft besteht neben der Biodiversität in ihrer ganz besonderen Geologie. Nur im Südharz treffen teilweise hohe Niederschläge, kalkfreie Bäche und Flüsse aus dem Harz und oberflächennah vorkommender Gips aufeinander. Bäche schaffen Steilwände, Naturhöhlen entstehen, fallen wieder ein und lassen oberirdisch Senken, Erdfälle, Bachschwinden, periodische Seen, Abhänge und Rutschungen entstehen.  


BUND protestiert gegen neuen Gipsabbau bei Walkenried und den fortgesetzten Raubbau an der Südharzlandschaft

Walkenried. Die Firma Saint-Gobain Formula GmbH, Walkenried, hat beim Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig die Ausweitung ihres Gipsabbaus im Bereich Juliushütte beantragt. Der Steinbruch soll sogar in das dortige besonders schutzwürdige FFH-Gebiet Nr. 136 (Gipskarstgebiet bei Bad Sachsa) hineingeführt werden und berührt das Grüne Band an der Grenze zum Nachbarland Thüringen.

Dagegen protestieren die Naturschutzverbände.


Hier können Sie lesen, was dazu der BUND-Regionalverband Westharz erklärt.

Hier finden Sie Hintergründe zum Thema.

Hier finden Sie unsere offizielle Stellungnahme im Verfahren. 

Hier finden Sie den Offenen Brief unserer Ortsgruppe Osterode.

Mit freundlichem Glück Auf
BUND-Regionalverband Westharz


Archiv

Im Archiv finden Sie weitere Meldungen des BUND-Regionalverbands Westharz. 

Aktivgruppe

Schlechte Luft in Bad Harzburg und Goslar-Oker!

Böden, Gewässer und auch die Luft in großen Teilen von Bad Harzburg und Goslar sind z.T. stark mit Schwermetallen u.a. Giften belastet.  

Luftverschmutzung in Bad Harzburg und Goslar-Oker!  

Die Aktivgruppe "Gesunde Luft" des BUND-Regionalverbands Westharz setzt sich ein!

Kontakt

Kontakt aufnehmen - 
wo, wann, wie 

Facebook

… sich über unsere Themen noch schneller informieren!

Spenden

Unterstützen Sie den BUND-Regionalverband Westharz mit Ihrer Spende! 

Mitglied werden

Die Zukunft mitgestalten. Im und mit dem BUND! 

BUND-Bestellkorb